„Schweizer“ Kochbutter

Da versucht man ein informierter Konsument zu sein, hört auf die Konsumentenorganisationen, die einem erzählen, dass es keinen qualitativen Unterschied zwischen der Koch- und der Tafelbutter gäbe, und kauft folglich nur noch Kochbutter.

Dann schaut man einmal ganz nebenbei, auf das Kleingedruckte auf der Rückseite der Verpackung und wundert sich. Da steht geschrieben

Kann zeitweise Butter aus der EU enthalten.

Schaut man sich Website zur Butter an, wird zwar nirgends etwas anderes behauptet, im Grossen und Ganzen gewinnt man aber auch dort den Eindruck, dass es sich um ein Schweizer Produkt handelt.

Ich habe keine Befürchtungen, dass die EU Butter uns schaden könnte, Trotzdem komme ich mir etwas verschaukelt vor. Ich möchte ökologisch sinnvoll einkaufen und da passt es mir nicht, wenn ich Butter kaufe, die allenfalls irgendwoher aus der EU in die Schweiz gekarrt worden ist (weil wir hier ja nicht genug Milch haben…). Interessant jedenfalls auch die Deklaration zeitweise, was soll ich als Konsument damit anfangen?

Von nun an wird jedenfalls wieder ausschliesslich Bio-Butter gekauft, die – zumindest gemäss Deklaration – ausschliesslich aus der Schweiz stammt.

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2 Kommentare zu „Schweizer“ Kochbutter

  1. Paul sagt:

    Da versucht man ein informierter Konsument zu sein, hört auf die Konsumentenorganisationen, die einem erzählen, dass es keinen qualitativen Unterschied zwischen der Koch- und der Tafelbutter gäbe, und kauft folglich nur noch Kochbutter.

    Genau das habe ich auch so weiter erzählt – Tafelbutter und Kochbutter ist dasselbe. Leider wurde meine Aussage bezweifelt.
    Ich würde gerne diese Aussage, mit einem Text aus dem Internet, bestätigen.
    Aber wo finde ich denn diese Buttergeschichte?
    Ich weiss, es wurde vor langer Zeit mal im Kassensturz behandelt.
    Ja nu, sehen wir weiter.

  2. Beat Brodbeck sagt:

    Liebe Butterfreunde
    Dass in der Schweiz trotz genügender Milchproduktion zeitweise BUtter importiert wird, hängt damit zusammen, dass man bestrebt ist, die Milch so effizient und wertschöpfungsintensiv wie möglich zu verarbeiten. Das heisst, soviel wie möglich wird zu exportfähigem teurem Emmentaler verarbeitet, so wenig wie möglich zur billigeren, im Export kaum erfolgreichen Butter, die darüber hinaus das ungeliebte Nebenprodukt Magermilch abwirft. Das nennt sich neuökonomisch Arbeitsteilung, Spezialisierung etc. macht also durchaus Sinn. Dafür kann es sein, dass die im Inland hergestellten BUttermengen wegen der Bevorzugung der Verkäseung zeitweilig nicht ausreichen. Das kommt v.a. im Winter vor, wenn die GEsamtmilchproduktion geringer als im Sommer ist (Heufütterung). Dann wird Butter importiert und nach erfolger Qualitätskontrolle in die Kochbutter (resp. „die Butter“ vermischt). Daher die Formulierung „kann Butter aus der EU enthalten“. Für die Anhänger der einheimischen Butter ist es simpel: einfach andere Butter als Kochbutter kaufen, sich für die Nahrung den bescheidenen Mehrpreis gönnen und man hat garantiert Inlandbutter (z.B. „Floralp“ oder sehr zu empfehlen: Biobutter der Molkerei Biedermann TG, oder Käsereibutter).
    Guten Appetit
    B.B.

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